Der Holzvulkan

Bericht einer Biographie

Mit einem Nachwort von Gustav Seibt

Durch seine chronische Geldnot ließ sich dieser Größenwahnsinnige nicht bändigen: ein versaillisches Schloß mußte in Wolfenbüttel stehen, ein Palast mit einer wasserspeienden Neptungrotte, mit einem Affentempelchen, einem Hundemausoleum und einer Pagode sowieso. 1694 wurde der gewaltige Bau eingeweiht. Er hatte nur einen einzigen Mangel: das Märchenpalais war zwangsläufig zum raschen Untergang verurteilt. Der Herzog Anton Ulrich von Braunschweig-Wolfenbüttel (1633-1714) hatte es sich zeitlebens in den Kopf gesetzt, die Gewichte der Welt umzuverteilen: Freunde der Kunst und des Schönen sollten Paris, Florenz und Wien mit seiner Residenz in einem Atemzug nennen. Auch zu diesem Zweck entfaltete sich der Monarch als unermüdlicher Dichter, Feste-Arrangeur, Kunstkäufer, Mäzen und fataler Bauherr. Hans Pleschinski setzt dem schönheits­trunkenen Herzog das würdige Denkmal. Eine lange vergessene und nun köstlich erzählte wahre Geschichte. Ein seltenes Juwel der deutschen Vergangenheit.

 

Rezensionen

Lust auf Lesen
Die Total-Arkadisierung des Harzvorlandes

Hannoversche Allgemeine
"Geben wir zu: Hans Pleschinski kann einen närrisch machen auf den Herzog von Wolfenbüttel."

Süddeutsche Zeitung
"Aber eben auch rührend wahnwitzig, wie da ein in seiner Phantasie zu Größerem Berufener sich Monumentalität für ein paar flüchtige Jahre erschwindelt."

Neues Lexikon der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur
"In der Form eines staunenden Briefes eines amerikanischen Germanistikstudenten erinnert Pleschinski respektvoll an die vergessene Obsession des Herzogs Anton Ulrich von Braunschweig-Wolfenbüttel, sein winziges Fürstentum in ein europäisches Kulturzentrum zu verwandeln."

 

Der HolzvulkanOriginalausgabe
Haffmans Verlag
1986

Der HolzvulkanNeuausgabe beim Verlag Michael Kröger, Buch & Kunst, Braunschweig
1994

 

Der HolzvulkanNeuausgabe beim Verlag C.H. Beck
2014